Selbstgemachte Sesampaste (Tahin, Tahini oder Tahina)





Hast Du schon mal hausgemachte Sesampaste probiert? Sie ist einfach zu zubereiten und sehr sehr lecker. :-)

Die Sesampaste heißt Tahini, Tahina, oder Tahin und es ist oft in afrikanischen, türkischen, arabischen oder orientalischen Gerichten zu finden. Es ist eine pürierte Mischung aus Sesamsaaten und Öl. Es ist eine Grundzutat des Hummus und Baba Ghanoush.

Die Tahini kauft man in größeren Läden wie Real, Kaufland, Marktkauf oder Edeka. Man kann sie auch in kleineren türkischen, orientalischen oder Bio Läden finden. Bestimmt würdest Du die Tahini im Internet finden. Die Preise sind unterschiedlich und es kann teuer sein, aber selbst gemachte Tahini kostet weniger und meiner Meinung nach schmeckt sie einfach besser. :-)

Am Anfang braucht man ein kräftiges Gerät wie ein Standmixer oder eine Küchenmaschine mit einem Edelstahlmesser zum Pürieren. Wer einen kleinen Standmixer hat (z.B. ein Philips Minimixer oder ein Mr. Magic oder ein Mr. Magic Royal), kann Nüsse und Saaten in einer sehr feinen und glatten Sauce machen. Aber ... ich würde nicht einen Stabmixer empfehlen, weil er "zu klein für den Job" ist. Schau mal ...


Die Paste auf der linken Seite ist mit dem Stabmixer püriert und sie ist grob geblieben. Es hat lange gedauert, aber ich will nicht mich beschweren ... ok ... vielleicht ein bisschen. :-) Ich war nur neugierig und wollte sehen was passiert. :-) Nach 20 Minuten habe ich aufgehört, aber nicht alle Sesamkörner waren püriert. Für die Paste auf der rechten Seite habe ich meinen kleinen Standmixer (Philips Avent Standmixer) benutzt und die Paste ist sehr fein und glatt geworden (und es hat nur 2 oder 3 Minuten gedauert ... haha). Mit einem Standmixer oder einer Küchenmaschine würde man eine Paste zwischen grob und fein hinkriegen (aber alles ist möglich). ;-)

Egal, ob grob oder fein, die Sesampaste hat trotzdem in dem Hummus lecker geschmeckt. :-)

Der erste Schritt ist, die Sesamkörner in der Pfanne für ein paar Minuten anrösten. Die Tahini wird nussiger im Geschmack und kriegt eine dunklere Farbe. Die Körner müssen ständig umgerührt werden, sonst 'hüpfen' sie weg. :-) Wer eine hellere Farbe will, kann sie für 30-60 Sekunden tosten.

Tahini kann aus geschälten oder ungeschälten Sesamkörnern hergestellt werden. Ich habe geschälte Sesamsamen genommen, aber hätte ich ungeschälten Samen benutzt, dann würde die Tahini bitter schmecken. Jedoch, geschälten Sesamkörner enthalten mehr Vitamine und Nährstoffe als ungeschälten Sesamkörner.

Als ich das rechte Bild (oben) fotografiert habe, war die Pfanne noch heiß. Die Sesamkörner sind dunkler geworden, als ich wollte. Wenn Du sie röstest, dann nimm sie sofort aus der Pfanne, um sie abzukühlen.

Wenn die Sesamkörner abgekühlt sind, dann mische sie mit dem Öl und einer Prise Salz. Hier habe ich den Stabmixer benutzt, aber normalerweise geben ich alle Zutaten in meinen Standmixer und los geht's. Das Öl bewirkt, dass der Sesam nicht wegfliegt.

Ich liiiiiiiiebe den kräftigen Geschmack des Olivenöl's aber ein neutrales Öl, wie Sonnenblumenöl oder Sesamöl, kann auch ersetzt werden. Wer mutig ist, kann die Masse mit dem Stabmixer für 20 Minuten pürieren oder wer diese köstliche Paste schneller genießen will, kann sie mit dem Standmixer oder der Küchenmaschine pürieren. ;-)

Und bevor ich vergesse, hier ist ein kleiner Tipp: Wenn Du den Sesam lange pürierst, dann wird die Sauce flüssiger. Das natürliche Öl des Sesams "kommt heraus".

Wenn alles fertig ist, dann kannst Du die Sesampaste in einem Glas gießen und in den Kühlschrank stellen. Manche sagen, dass die Paste innerhalb 3-4 Wochen verbraucht werden soll und manche haben auch gesagt, dass sie bis 3 Monate haltbar ist. Mein Rezept ergibt keine große Menge (ca. 1/4 L) und sie kann in wenigen Wochen verbraucht werden.

Tahini ist sehr gesund und ist in vegetarischen und veganen Gerichten sehr beliebt. Sie ist Vitaminreich (B1, B2, und B6) und hat viel mehr Calcium als Milch. Sie ist auch reich in Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Wusstest Du schon, dass Rohkost-Tahini hat weniger Fett als angeröstete Tahini? (Wer möchte, muss nicht die Sesamkörnern anrösten.)

Wenn die Sesampaste dunkler ist, denn schmeckt sie ähnlich wie Erdnusscreme aber man soll nicht Erdnussbutter als Ersatz benutzen. 


Ich nutze das Rezept seit ich nach Deutschland gekommen bin. Ich schlage vor, diese Sesampaste zu zubereiten und dann ist sie in meinem nächsten Rezept dabei ... Hummus. :-)

Ich wünsche Dir viel Spaß!

Deine Rosa

SELBSTGEMACHTES TAHINI
(adaptiert von Food.com)

Zutaten:
  • 100 g Sesamkörner
  • 40 g oder 3 EL Olivenöl (oder ein neutrales Öl, wie Sesamöl oder Sonnenblumenöl)
  • eine Prise Salz
Vorbereitung:
  1. Die Sesamkörner in eine Pfanne ohne Öl geben und über mittlerer Hitze anrösten und ständig ümrühren. Für eine hellere Sauce röste sie für 30-60 Sekunden an. Für eine dunklere Sauce röste sie für 2-3 Minuten an. Sie werden dann sehr nussig vom Aroma her und haben einen kräftigen Geschmack. Gib die Sesamkörner auf einen Teller und lasse sie abkühlen.
    ALTERNATIV: Man kann auch diesen Schritt überspringen und den Sesam mit Öl und Salz pürieren (das ist dann Rohkost-Tahini).
  2. Die abgekühlten Sesamkörner, das Öl und die Prise Salz in den Standmixer oder in die Küchenmaschine geben und für 3-10 Minuten pürieren (oder bis gewünschte Konsistenz erreicht ist). Man kann einen Stabmixer nutzen aber es dauert eine Weile und die Paste bleibt grob. Wer einen kleinen Standmixer hat (z.B. für Babynahrung oder Mr. Magic) kriegt eine sehr feine Sauce.
  3. Die Sesampaste in ein Gläschen mit Deckel geben und in den Kühlschrank stellen. Sie ist 3-4 Wochen haltbar (oder länger).
Vorbereitung: 20-30 Minuten
Ruhezeit: 5-10 Minuten
Kochzeit: 1-3 Minuten


Rezept mit Bild ausdrucken






1 Kommentar: